
Asthma-Behandlung
Die Behandlung von Asthma bronchiale stützt sich maßgeblich auf die Inhalationstherapie. Durch die gezielte Anwendung von Medikamenten mittels Inhalationsspray oder Pulverinhalator können Sie ihre Symptome kontrollieren und ein weitgehend beschwerdefreies Leben führen. Hier finden Sie detaillierte Informationen zur modernen Asthma-Behandlung und zur Auswahl der richtigen Inhalationsgeräte.
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Was ist Asthma?
Asthma ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege, die durch eine Überempfindlichkeit der Bronchien gekennzeichnet ist. Typische Symptome sind anfallsartige Atemnot, pfeifende Atemgeräusche, Husten und ein Engegefühl in der Brust.
Die Auslöser sind vielfältig und reichen von Allergenen (Pollen, Hausstaubmilben – allergisches Asthma) über Infektionen bis hin zu körperlicher Anstrengung (Anstrengungsasthma). Das Ziel der Asthma-Behandlung ist es, die Entzündung zu kontrollieren und die Überempfindlichkeit der Atemwege zu reduzieren.
Die medikamentöse Therapie: Langzeittherapie und Bedarfsmedikation
Die moderne Asthma-Therapie folgt einem Stufenplan und basiert auf zwei Hauptgruppen von Medikamenten, die fast immer inhaliert werden:
Langzeittherapie
Medikamente werden täglich eingenommen, unabhängig davon, ob Symptome vorliegen oder nicht. Sie dienen der Entzündungshemmung und der langfristigen Kontrolle der Erkrankung.
- Wirkstoffe:
o Zur Langzeittherapie bei Asthma werden in der Regel Medikamente eingesetzt, die inhaliert werden. Das sind vor allem Kortikosteroide (ICS), die entzündungshemmend wirken.
o In manchen Fällen wird eine Kombination aus diesen Kortikosteroiden
(ICS) und langwirksamen Bronchodilatatoren (LABA) verwendet. LABA sind Wirkstoffe, die die Atemwege erweitern und so das Atmen erleichtern.
- Diese Kombination hilft, die Entzündung in den Atemwegen zu kontrollieren und die Symptome von Asthma langfristig zu lindern.
- Ziel: Die Häufigkeit und Schwere von Asthmaanfällen zu verhindern.
Bedarfsmedikation (Reliever)
Reliever sind die sogenannten Notfallmedikamente. Sie wirken schnell und erweitern die verengten Bronchien innerhalb weniger Minuten.
- Ziel: Akute Symptome wie Atemnot schnell zu lindern. Ein klassisches Asthma Spray (oft ein Dosieraerosol) ist in der Regel ein Reliever.
Geräteauswahl: Dosieraerosol vs. Pulverinhalator
Die Wahl des Inhalationsgeräts ist bei der Asthma-Behandlung von entscheidender Bedeutung, da die korrekte Anwendung die Wirksamkeit direkt beeinflusst.
Das Dosieraerosol (Inhalationsspray)
Das Dosieraerosol ist ein häufig verwendetes Inhalationsspray. Es gibt den Wirkstoff als feinen Nebel ab.
- Vorteil: Die Wirkstoffabgabe ist unabhängig von der Atemkraft des Patienten.
- Nachteil: Es erfordert eine exakte Koordination zwischen dem Auslösen des Sprühstoßes und dem langsamen Einatmen.
Empfehlung: Bei Asthma-Patienten, insbesondere bei Kindern oder älteren Menschen, wird die Verwendung eines Spacers (Inhalierhilfe) dringend empfohlen. Der Spacer erleichtert die Koordination und stellt sicher, dass mehr Wirkstoff in die Lunge gelangt.
Der Pulverinhalator
Der Pulverinhalator gibt den Wirkstoff als trockenes Pulver ab.
- Vorteil: Er erfordert keine Koordination.
- Nachteil: Der Patient muss in der Lage sein, kräftig und schnell einzuatmen, um das Pulver aus dem Gerät zu ziehen.
Fazit zur Geräteauswahl: Für die meisten Asthma-Patienten, die Langzeittherapie und Bedarfstherapie benötigen, ist das Dosieraerosol in Kombination mit einem Spacer oft die erste Wahl, da es eine sanftere Inhalation ermöglicht. Der Pulverinhalator wird eingesetzt, wenn der Patient kräftig genug einatmen kann.
Der Notfallplan: Was tun bei einem akuten Asthmaanfall?
Ein akuter Asthmaanfall ist eine potenziell gefährliche Situation. Jeder Asthma-Patient sollte einen klaren Notfallplan haben:
1.Ruhe bewahren: Setzen Sie sich aufrecht hin und versuchen Sie, ruhig zu atmen.
2. Wenden Sie die Lippenbremse an:
1.Atmen Sie langsam durch die Nase ein.
2. Beim Ausatmen formen Sie die Lippen, als würden Sie eine Kerze ausblasen wollen – die Lippen sind locker und leicht geöffnet.
3. Atmen Sie langsam und kontrolliert durch die „gebremsten“ Lippen aus.
3.Bedarfsmedikament anwenden: Verwenden Sie sofort Ihr schnell wirksames Asthma Spray (Reliever), in der Regel ein Dosieraerosol.
4.Wiederholen: Wenn sich die Symptome nach 5 bis 10 Minuten nicht bessern, wiederholen Sie die Inhalation.
5.Notarzt rufen: Wenn sich die Symptome auch nach der zweiten Inhalation nicht bessern oder sich der Zustand verschlechtert, rufen Sie sofort den Notarzt.
Die 5 häufigsten Fehler bei der Inhalation
Die Wirksamkeit der Asthma-Behandlung hängt direkt von der korrekten Inhalationstechnik ab. Hier sind die häufigsten Fehler, die es zu vermeiden gilt:
1.Falsche Koordination: Beim Dosieraerosol wird der Sprühstoß nicht gleichzeitig mit dem Einatmen ausgelöst.
2.Zu schnelles Einatmen: Bei einem Dosieraerosol muss langsam und tief eingeatmet werden.
3.Zu schwaches Einatmen: Beim Pulverinhalator muss kräftig und schnell eingeatmet werden.
4.Atem nicht anhalten: Nach der Inhalation muss der Atem für 5 bis 10 Sekunden angehalten werden, damit sich der Wirksto in der Lunge absetzen kann.
5.Zu schnelles Wiederholen: Zwischen zwei Sprühstößen sollte eine kurze Pause eingelegt werden.
Die korrekte Anwendung Ihres Inhalationssprays oder Pulverinhalators ist entscheidend für Ihren Therapieerfolg. In der Uhlen-Apotheke Oldenburg bieten wir eine professionelle Überprüfung und Schulung Ihrer Inhalationstechnik an.

