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Asthma-Behandlung

Die Behand­lung von Asth­ma bron­chia­le stützt sich maß­geb­lich auf die Inha­la­ti­ons­the­ra­pie. Durch die geziel­te Anwen­dung von Medi­ka­men­ten mit­tels Inha­la­ti­ons­spray oder Pul­ver­in­ha­la­tor kön­nen Sie ihre Sym­pto­me kon­trol­lie­ren und ein weit­ge­hend beschwer­de­frei­es Leben füh­ren. Hier fin­den Sie detail­lier­te Infor­ma­tio­nen zur moder­nen Asth­ma-Behand­lung und zur Aus­wahl der rich­ti­gen Inhalationsgeräte.

Las­sen Sie Ihre Inha­la­ti­ons­tech­nik über­prü­fen und ver­ein­ba­ren einen Ter­min!

Was ist Asthma?

Asth­ma ist eine chro­nisch ent­zünd­li­che Erkran­kung der Atem­we­ge, die durch eine Über­emp­find­lich­keit der Bron­chi­en gekenn­zeich­net ist. Typi­sche Sym­pto­me sind anfalls­ar­ti­ge Atem­not, pfei­fen­de Atem­ge­räu­sche, Hus­ten und ein Enge­ge­fühl in der Brust.

Die Aus­lö­ser sind viel­fäl­tig und rei­chen von All­er­ge­nen (Pol­len, Haus­staub­mil­ben – all­er­gi­sches Asth­ma) über Infek­tio­nen bis hin zu kör­per­li­cher Anstren­gung (Anstren­gungs­asth­ma). Das Ziel der Asth­ma-Behand­lung ist es, die Ent­zün­dung zu kon­trol­lie­ren und die Über­emp­find­lich­keit der Atem­we­ge zu reduzieren.

Die medikamentöse Therapie: Langzeittherapie und Bedarfsmedikation

Die moder­ne Asth­ma-The­ra­pie folgt einem Stu­fen­plan und basiert auf zwei Haupt­grup­pen von Medi­ka­men­ten, die fast immer inha­liert werden:

Lang­zeit­the­ra­pie
Medi­ka­men­te wer­den täg­lich ein­ge­nom­men, unab­hän­gig davon, ob Sym­pto­me vor­lie­gen oder nicht. Sie die­nen der Ent­zün­dungs­hem­mung und der lang­fris­ti­gen Kon­trol­le der Erkrankung.

- Wirk­stof­fe:

o Zur Lang­zeit­the­ra­pie bei Asth­ma wer­den in der Regel Medi­ka­men­te ein­ge­setzt, die inha­liert wer­den. Das sind vor allem Kor­ti­kos­te­ro­ide (ICS), die ent­zün­dungs­hem­mend wirken.

o In man­chen Fäl­len wird eine Kom­bi­na­ti­on aus die­sen Kortikosteroiden

(ICS) und lang­wirk­sa­men Bron­cho­di­la­ta­to­ren (LABA) ver­wen­det. LABA sind Wirk­stof­fe, die die Atem­we­ge erwei­tern und so das Atmen erleichtern.

- Die­se Kom­bi­na­ti­on hilft, die Ent­zün­dung in den Atem­we­gen zu kon­trol­lie­ren und die Sym­pto­me von Asth­ma lang­fris­tig zu lindern.

- Ziel: Die Häu­fig­keit und Schwe­re von Asth­ma­an­fäl­len zu verhindern.

Bedarfs­me­di­ka­ti­on (Reli­e­ver)
Reli­e­ver sind die soge­nann­ten Not­fall­me­di­ka­men­te. Sie wir­ken schnell und erwei­tern die ver­eng­ten Bron­chi­en inner­halb weni­ger Minuten.

- Ziel: Aku­te Sym­pto­me wie Atem­not schnell zu lin­dern. Ein klas­si­sches Asth­ma Spray (oft ein Dosier­ae­ro­sol) ist in der Regel ein Reliever.

Geräteauswahl: Dosieraerosol vs. Pulverinhalator

Die Wahl des Inha­la­ti­ons­ge­räts ist bei der Asth­ma-Behand­lung von ent­schei­den­der Bedeu­tung, da die kor­rek­te Anwen­dung die Wirk­sam­keit direkt beeinflusst.

Das Dosier­ae­ro­sol (Inha­la­ti­ons­spray)
Das Dosier­ae­ro­sol ist ein häu­fig ver­wen­de­tes Inha­la­ti­ons­spray. Es gibt den Wirk­stoff als fei­nen Nebel ab.

- Vor­teil: Die Wirk­stoff­ab­ga­be ist unab­hän­gig von der Atem­kraft des Patienten.

- Nach­teil: Es erfor­dert eine exak­te Koor­di­na­ti­on zwi­schen dem Aus­lö­sen des Sprüh­sto­ßes und dem lang­sa­men Einatmen.

Emp­feh­lung: Bei Asth­ma-Pati­en­ten, ins­be­son­de­re bei Kin­dern oder älte­ren Men­schen, wird die Ver­wen­dung eines Spa­cers (Inha­lier­hil­fe) drin­gend emp­foh­len. Der Spa­cer erleich­tert die Koor­di­na­ti­on und stellt sicher, dass mehr Wirk­stoff in die Lun­ge gelangt.

Der Pul­ver­in­ha­la­tor

Der Pul­ver­in­ha­la­tor gibt den Wirk­stoff als tro­cke­nes Pul­ver ab.

- Vor­teil: Er erfor­dert kei­ne Koordination.

- Nach­teil: Der Pati­ent muss in der Lage sein, kräf­tig und schnell ein­zu­at­men, um das Pul­ver aus dem Gerät zu ziehen.

Fazit zur Gerä­te­aus­wahl: Für die meis­ten Asth­ma-Pati­en­ten, die Lang­zeit­the­ra­pie und Bedarfs­the­ra­pie benö­ti­gen, ist das Dosier­ae­ro­sol in Kom­bi­na­ti­on mit einem Spa­cer oft die ers­te Wahl, da es eine sanf­te­re Inha­la­ti­on ermög­licht. Der Pul­ver­in­ha­la­tor wird ein­ge­setzt, wenn der Pati­ent kräf­tig genug ein­at­men kann.

Der Notfallplan: Was tun bei einem akuten Asthmaanfall?

Ein aku­ter Asth­ma­an­fall ist eine poten­zi­ell gefähr­li­che Situa­ti­on. Jeder Asth­ma-Pati­ent soll­te einen kla­ren Not­fall­plan haben:

1.Ruhe bewah­ren: Set­zen Sie sich auf­recht hin und ver­su­chen Sie, ruhig zu atmen.

2. Wen­den Sie die Lip­pen­brem­se an:

1.Atmen Sie lang­sam durch die Nase ein.
2. Beim Aus­at­men for­men Sie die Lip­pen, als wür­den Sie eine Ker­ze aus­bla­sen wol­len – die Lip­pen sind locker und leicht geöffnet.
3. Atmen Sie lang­sam und kon­trol­liert durch die „gebrems­ten“ Lip­pen aus.

3.Bedarfsmedikament anwen­den: Ver­wen­den Sie sofort Ihr schnell wirk­sa­mes Asth­ma Spray (Reli­e­ver), in der Regel ein Dosieraerosol.

4.Wiederholen: Wenn sich die Sym­pto­me nach 5 bis 10 Minu­ten nicht bes­sern, wie­der­ho­len Sie die Inhalation.

5.Notarzt rufen: Wenn sich die Sym­pto­me auch nach der zwei­ten Inha­la­ti­on nicht bes­sern oder sich der Zustand ver­schlech­tert, rufen Sie sofort den Notarzt.

Die 5 häufigsten Fehler bei der Inhalation

Die Wirk­sam­keit der Asth­ma-Behand­lung hängt direkt von der kor­rek­ten Inha­la­ti­ons­tech­nik ab. Hier sind die häu­figs­ten Feh­ler, die es zu ver­mei­den gilt:

1.Falsche Koor­di­na­ti­on: Beim Dosier­ae­ro­sol wird der Sprüh­stoß nicht gleich­zei­tig mit dem Ein­at­men ausgelöst.

2.Zu schnel­les Ein­at­men: Bei einem Dosier­ae­ro­sol muss lang­sam und tief ein­ge­at­met werden.

3.Zu schwa­ches Ein­at­men: Beim Pul­ver­in­ha­la­tor muss kräf­tig und schnell ein­ge­at­met werden.

4.Atem nicht anhal­ten: Nach der Inha­la­ti­on muss der Atem für 5 bis 10 Sekun­den ange­hal­ten wer­den, damit sich der Wirks­to􏰀 in der Lun­ge abset­zen kann.

5.Zu schnel­les Wie­der­ho­len: Zwi­schen zwei Sprüh­stö­ßen soll­te eine kur­ze Pau­se ein­ge­legt werden.

Die kor­rek­te Anwen­dung Ihres Inha­la­ti­ons­sprays oder Pul­ver­in­ha­la­tors ist ent­schei­dend für Ihren The­ra­pie­er­folg. In der Uhlen-Apo­the­ke Olden­burg bie­ten wir eine pro­fes­sio­nel­le Über­prü­fung und Schu­lung Ihrer Inha­la­ti­ons­tech­nik an.