
Indikationen für Kompressionsstrümpfe
Kompressionsstrümpfe sind ein essenzieller Bestandteil der Behandlung zahlreicher Erkrankungen des Venen- und Lymphsystems. Sie sind ein auf Rezept verordnetes Hilfsmittel, das durch gezielten Druck von außen die Funktion der Venenklappen unterstützt und den Rückfluss des Blutes zum Herzen verbessert.
Die häufigsten Indikationen für Kompressionstherapie
Die Kompressionstherapie wird bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt, die alle auf eine Störung des Blut- oder Lymphflusses zurückzuführen sind.
Chronische Venenschwäche und Krampfadern

Die chronische Venenschwäche ist die häufigste Indikation. Hierbei sind die Venenklappen geschädigt, was zu einem Stau des Blutes führt. Krampfadern sind sichtbare Anzeichen dieser Schwäche. Kompressionsstrümpfe wirken dem entgegen, indem sie die erweiterten Venen von außen komprimieren und die Funktion der Klappen unterstützen.
Thrombose und Thrombose-Prophylaxe

Nach einer Thrombose (Blutgerinnsel im Bein) sind Kompressionsstrümpfe zur Vorbeugung eines postthrombotischen Syndroms unerlässlich. Sie verhindern, dass sich die Venen erweitern und die Klappen dauerhaft geschädigt werden. Auch bei Bettlägerigkeit oder nach Operationen dienen sie der wichtigen Thrombose-Prophylaxe.
Geschwollene Beine und Ödeme (Lymph- und Lipödem)
Geschwollene Beine sind oft ein Anzeichen für eine Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Ödeme).
- Lymphödem: Eine Störung des Lymphabflusses. Hier werden oft flachgestrickte Kompressionsstrümpfe benötigt, die eine spezielle Maßanfertigung erfordern.
- Lipödem: Eine chronische Fettverteilungsstörung, die ebenfalls mit Schwellungen und Schmerzen einhergeht. Auch hier ist die Kompressionstherapie ein wichtiger Pfeiler der Behandlung.
Kompression in der Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft steigt das Blutvolumen, und das wachsende Kind übt Druck auf die Beckenvenen aus. Dies kann zu Venenschwäche und der Bildung von Krampfadern führen. Kompressionsstrümpfe entlasten die Venen und beugen Schwellungen (Schwangerschaftsödeme) vor.
Die Rolle des Arztes und der Apotheke
Die Entscheidung für eine Kompressionstherapie trifft Ihr Arzt oder Ihre Ärztin. Sie stellen das notwendige Rezept aus, auf dem die Art des Strumpfes (Knie‑, Oberschenkelstrumpf oder Strumpfhose) und die Kompressionsklasse (KKL 1 bis 4) vermerkt sind.
Ihre Uhlen-Apotheke übernimmt dann den entscheidenden Schritt: das Anmessen der Kompressionsstrümpfe. Nur durch die präzise Maßanfertigung wird die ärztlich verordnete Therapie optimal umgesetzt.

